Kunstausstellung

Mechtild Schöllkopf-Horlacher – Malerei

„… In den letzten Jahren hat sich Mechtild Schöllkopf intensiv den Kindern gewidmet, die in den Euthanasie-Programmen der Nationalsozialisten ermordet wurden. Diesem an sich schon grausigen und traurigen Sujet setzt sie Zartheit in der Darstellung entgegen, weiche Konturen, Pastellfarben. Einer ganzen Reihe dieser Bilder liegen Fotografien der Verstorbenen zugrunde. Die Malerin integriert die Fotografien gleichsam in ihre Bilder, übermalt sie, kratzt sie frei, verwischt und verdeutlicht sie zugleich, rahmt sie neu. Es ist, als wollte sie den Moment festhalten, in dem NOCH SCHÖN in: SCHON TOT kippt. Wir wissen, dass diese Kinder tot sind, aber sie wissen es noch nicht. Es ist, als schickte die Künstlerin sie noch einmal in ihren unvermeidlichen Tod, aber ausgestattet mit einer Schönheit, die sie gegen den Schrecken abpuffert. Eingefroren in Eisblöcke, von Eisblumen umrankt, gehen sie in den Tod wie in einen Frühlingstag. …“

Kekke Schmidt (2017)

Quelle: http://visitenkarte.vbkw.de/mechtild-schoellkopf-horlacher/