Archiv des Autors: georg_andreas

„Nebel im August“ – Filmabend im Haus der Katholischen Kirche

Die Landeshauptstadt Stuttgart veranstaltet gemeinsam mit dem Gemeindepsychiatrischen Verbund Stuttgart

am Donnerstag, den 18.01.18
um 18.00 Uhr
im Haus der Katholischen Kirche
Königstraße 7, 70173 Stuttgart

einen Filmabend in Verbindung mit einem anschließenden Gespräch mit dem Initiator des Films Dr. Michael von Cranach und dem Regisseur Robert Domes sowie Frau Amalie Seidel, die Schwester des Jungen, der der Euthanasie zum Opfer fiel.

Titel des Films: „Nebel im August“

Der Film dokumentiert die Geschichte eines Jungen, der im Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren dem Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten zum Opfer fällt.
Eine ausführlichere Einladung ergeht rechtzeitig.

Für den Gemeindepsychiatrischen Verbund Stuttgart
Dr. Klaus Obert und Rosel Tietze

Jugendbegegnungen in Sant´Anna di Stazzema

Wer sich für das Projekt „Jugendbegegnungen in Sant´Anna di Stazzema“ interessiert, und besonders wer vielleicht im nächsten Jahr mitfahren möchte, hat jetzt Gelegenheit, die diesjährigen TeilnehmerInnen des Jugendworkcamps und das Begleitungsteam kennenzulernen.

In Zusammenarbeit mit Jürgen Weber, Regisseur, didactmedia, Konstanz und dem Stadtjugendring Stuttgart zeigen wir im Rahmen des Nachbereitungsseminars der diesjährigen Fahrt nach Sant´ Anna den Film „Das zweite Trauma“ von Jürgen Weber.

Anschließend gibt es die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Mehr zum Projekt findet Ihr hier: http://hotel-silber.de/?p=1903

Die Veranstaltung findet statt am

Samstag, 14. Oktober 2017, um 19:00 Uhr

im „Forum3“, Gymnasiumstraße 21, Stuttgart

Da die Zahl der Sitzplätze begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung bei Friederike Hartl vom Stadtjugendring unter Email: friederike.hartl@sjr-stuttgart.de, Stichwort Sant´ Anna

Die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. ist an diesem Projekt der Initiative Sant´ Anna di Stazzema der AnStifter zusammen mit der Naturfreundejugend Württemberg e.V. beteiligt. Finanziert wird das Workcamp vom Land Baden-Württemberg und dem Deutsch-Italienischen Zukunftsfonds und durch die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, welche die Vor- und Nachbereitungsseminare der Fahrt fördert.

Das Stuttgarter Deserteurdenkmal

Seit zehn Jahren steht das von privaten Spenderinnen und Spendern finanzierte Deserteurdenkmal vor dem Theaterhaus. Das Denkmal erinnert an die Männer. die sich der Fortsetzung des Krieges in Hitlers Wehrmacht verweigerten und dies, wenn sie gefasst wurden, mit ihrem Leben bezahlten. Lange galten sie als Verräter und Feiglinge; erst 2002 wurden sie vom Bundestag rehabilitiert.

Der Standort auf dem Pragsattel sollte nur ein vorübergehender Standort sein. Die Initiative Deserteurdenkmal wollte immer, dass das Denkmal an einem geeigneten Platz in der Innenstadt aufgestellt wird. Doch alle Vorstöße in dieser Richtung blieben stecken.

Jetzt kommt Bewegung in dieses Thema. Die Gemeinderatsfraktionen der SPD, der Grünen, SÖS-Linke, sowie Sibel Yüksel von der FDP-Fraktion haben einen Antrag gestellt, das Deserteurdenkmal in die Innenstadt zu verlegen. Den vollständigen Antrag finden Sie hier: http://hotel-silber.de/wp-content/uploads/2017/09/2017-06-30_Antrag_Verlegung_Deserteurdenkmal.pdf

Der genaue Standort des Denkmals ist noch nicht entschieden; hierfür gibt es verschiedene Optionen innerhalb der „Diagonale der Erinnerung“ zwischen Mahnmal auf dem Karlsplatz und Hotel Silber in der Dorotheenstrasse. Das für und wider der verschiedenen Möglichkeiten wird am 9. Oktober 2017, 12:00 Uhr im Hospitalhof auf einer öffentlichen Veranstaltung diskutiert. Dort wird auch ein Vertreter der Hamburger Initiative Deserteurdenkmal über die dortigen Erfahrungen berichten.

Nachstehend die Einladung zu dieser Veranstaltung

Das Stuttgarter Deserteurdenkmal und die Diagonale der Erinnerung Bedeutung und Geschichte der Deserteurdenkmale in Stuttgart und in Hamburg

Montag, 9.10.2017, 19:30 Uhr
im Hospitalhof Stuttgart
Büchsenstr. 33, Stuttgart
Kleiner Lechler-Saal im 1. Obergeschoss

Die bürgerschaftliche Initiative „Deserteurdenkmal für Stuttgart“ machte es möglich, dass mit einem Denkmal an die während des Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Deserteure der Wehrmacht in Stuttgart erinnert wird. Das Denkmal soll von seinem jetzigen Standort am Theaterhaus an die „Diagonale der Erinnerung“ in der Innenstadt versetzt werden. Ein Anlass, um an die Geschichte der Deserteure in Stuttgart zu erinnern, Initiativen aus anderen Städten vorzustellen und über den Stadtraum am Karlsplatz nachzudenken, wo zwischen Kaiserdenkmal und den Gedenkorten an die Opfer des Nationalsozialismus ein Spannungsfeld entstanden ist, das ein Nachdenken über Faschismus, Krieg und Gewalt ermöglicht:

Einführung in die Themen:

  • Roland Blach zur Geschichte des Deserteurdenkmals in Stuttgart,
  • Oliver Thron über Bedeutung und Geschichte des Deserteurdenkmals in Hamburg,
  • Joachim Sauter über die Bezüge der Gedenkorte an der „Diagonale der Erinnerung“.
    Anschließend Diskussion zur Standortfrage.

Veranstalter: Initiative Deserteur-Denkmal für Stuttgart in Kooperation mit der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V., und dem Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof

Aktueller Hinweis: In Zuffenhausen wird Gunter Demnig morgen, 9.10.2017 um 9:00 in der Ludwigsburger Straße 171 einen Stolperstein verlegen , der an Friedrich Wohlfarth erinnrt, der 1943 aus der in Straßburg stationierte Wehrmacht-Division 405 desertierte und wegen „Fahnenflucht“ im Juni 1944 im Lichthof des Stuttgarter Justizgebäudes in der Urbanstraße 19 a enthauptet wurde. Mehr zur morgigen Stolpersteinverleguzng siehe: http://www.stolpersteine-stuttgart.de/index.php?docid=964http://www.stolpersteine-stuttgart.de/index.php?docid=964.http://www.stolpersteine-stuttgart.de/index.php?docid=964

„Bis zum letzten Tanz“

Premiere am 6. Oktober 2017, 20 Uhr
im Wilhelma-Theater

Stückentwicklung von Christian Schönfelder und Kjell Moberg
Koproduktion mit dem Jungen Ensemble Stuttgart (JES)

Es sind unruhige Zeiten. Der Streit um die Deutungshoheit über Begriffe und Werte eskaliert zusehends. Auf Demonstrationen kommt es mehr und mehr zu gewalttätigen Exzessen. Extreme Ansichten, rechte wie linke, werden salon- und vielleicht sogar mehrheitsfähig.

„Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist“, sagte Erich Kästner. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Lawine aufzuhalten?

In Zeiten politischen Umbruchs tut es gut, sich von den immer absurderen Meldungen in den Medien und den Mühen des Alltags abzulenken: ob mit Musik oder Unterhaltung, mit Sport oder Hochkultur…

Suse Rosen tanzt sich am Stuttgarter Theater Ende der 20er Jahre in die Herzen des Publikums: mit 17 Jahren als „traumzarte Elfenbeingestalt“ in Stuttgart gefeiert, mit 22 Jahren beschimpft, 1933, im Jahr darauf per Postkarte gekündigt und mit Berufsverbot belegt. Sie muss das Land verlassen, um überleben zu können.  Andere bleiben, sie hoffen dass der „Spuk“ bald ein Ende haben möge, dass die absurden Politikergestalten schnell wieder abgelöst und deren abstrusen Anordnungen zurückgenommen werden.  Niemand ist so naiv und wartet dabei einfach nur auf bessere Zeiten: Der Alltag geht schließlich weiter. Und die Pläne mit der eigenen Ausbildung? Der Karriere? Der Familie? Ist das alles zu riskieren für eine allgemeine Demonstration gegen die neue Ordnung?  Oder für eine konkrete Aktion gegen den neuen Parteivorsitzenden, der in Stuttgart eine seiner Wahlkampfreden halten wird? Was ist jetzt zu tun?

Diese Stückentwicklung, die in Koproduktion mit dem JES stattfindet, ist inspiriert von verschiedenen tatsächlichen Ereignissen und Lebenswegen in Stuttgart in den 1930er Jahren.  Das Schicksal von Susanne Rosenthal war einer der Ausgangspunkte für die aktuelle Produktion, die die Tänzerin in einem Stuttgarter Freundes- und Bekanntenkreis  vor dem entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben zeigt.

Kjell Moberg, Gründer und künstlerischer Leiter der internationalen Theatercompanie N.I.E. wurde zuletzt im Frühjahr 2017 mit  der „Hedda“, dem höchsten Theaterpreis Norwegens ausgezeichnet.

Dank an das Hauptstaatsarchiv Ludwigsburg und die Initiative Stolperstein Stuttgart für die Unterstützung bei unseren Recherchen.

Es spielen die Schauspielstudierenden des 3. Jahrgangs der HMDK Stuttgart:  Lua Mariell Barros Heckmanns, Daniel Dietrich, Giovanni Funiati, Lorena Handschin, Sebastian Kempf, Jelena Kunz, Thorsten Rodenberg, Arwen Schünke

Regie: Kjell Moberg
Ausstattung: Kersten Paulsen
Autor: Christian Schönfelder
Musik: Frank Kuruc
Dramaturgie: Frederik Zeugke
Mit Studierenden des 3. Jahrgangs der Schauspielschule der HMDK

Premiere am 6. Oktober 2017, 20 Uhr
Weitere Vorstellungstermine:
Freitag, 13. Oktober 2017, 20 Uhr
Samstag, 14. Oktober 2017, 20 Uhr
Samstag, 21. Oktober 2017, 20 Uhr
Samstag, 4. November 2017, 20 Uhr
Samstag, 18. November 2017, 20 Uhr
Samstag, 2. Dezember 2017, 20 Uhr
Sonntag, 3. Dezember 2017, 18 Uhr
Donnerstag, 7. Dezember 2017, 20 Uhr
Freitag, 8. Dezember 2017, 20 Uhr

Karten über: https://shop.reservix.de/off/login_check.php?vID=4344&id=c6c8be27c3c51c954c046749075b6b2ff4efd1ade10cf5784a5afa2abd8104e2ee87889e14cc8fb7ae2afaeedc43260a&eventGrpID=239464

Der Verein Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. schreibt dazu:

Das Stück ist entstanden im Kontext des Projekts StolperKunst, einem Impuls der Stuttgarter Stolperstein-Initiativen, der Künnstlerinnen und Künstler aller Sparten einlädt mit Mitteln der Kunst Erinnerung zu beleben und die mit den Stolpersteinen verbundenen Gesvchichten aufzugreifen und mit aktuellen Fragen zu verknüpfen. Die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst gehört zu den Institutionen, die StolperKunst  mittragen. Mehr zum Projekt perKunst findet Ihr hier: http://www.stolpersteine-stuttgart.de/index.php?docid=961

Die Produktion “ Bis zum letzten Tanz“ knüpft an an das Schicksal der Stuttgarter Tänzerin Suse Rosen an. Die  Stückentwicklung  ist inspiriert von verschiedenen tatsächlichen Ereignissen und Lebenswegen in Stuttgart in den 1930er Jahren.  Das Schicksal von Suse Rosen war einer der Ausgangspunkte für die aktuelle Produktion, die die Tänzerin in einem Stuttgarter Freundes- und Bekanntenkreis  vor dem entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben zeigt. „Es sind unruhige Zeiten“, heißt es in der Ankündigung des Stücks, „der Streit um die Deutungshoheit über Begriffe und Werte eskaliert zusehends.“ Hoch aktuell also.

 

Nachkriegsgeschichte der früheren KZ-Außenlager

Die Nachkriegsgeschichte der früheren KZ-Außenlager bis zur Gründung der KZ-Gedenkstätten ist teilweise noch wenig erforscht oder zumindest kaum bekannt.

Bei der öffentlichen Tagung „Der Umgang mit den früheren KZ-Außenlagern nach 1945. Perspektiven des Erinnerns heute“ am 14. Oktober 2017, 9 – 18:00 Uhr in der Bürgerhalle Gäufelden-Tailfingen wird diese Geschichte der früheren Wüste-Lagern am Fuße der Schwäbischen Alb und dem ehemaligen KZ-Aussenlager Hailfingen-Tailfingen nach 1945 und die Entstehung der dortigen Gedenkstätten vorgestellt.

Am Nachmittag stehen in Workshops neue Bildungskonzepte in den KZ-Gedenkstätten sowie Vermittlungsangebote von anderen Institutionen (Verein Courage, Schule, Volksbund, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit etc.) im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem abschließenden Podiumsgespräch sollen Impulse für eine Zukunft des Erinnerns gesetzt werden, die auch die Bedürfnisse junger Menschen berücksichtigen.

Mehr Infos zur Tagung finden Sie hier: http://www.gedenkstaettenverbund-gna.org/aktuelles/aus-den-gedenkstaetten/mitteilungen/407-tagung-kz-aussenlager

Hier können Sie auch den Programnmflyer mit dem detaillierten Programm der Tagung herunterladen.

Die ganztägige Tagung wird vom Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb und den KZ-Gedenkstätten Bisingen, Eckerwald und Hailfingen-Tailfingen sowie dem AK „Wüste“ Balingen veranstaltet. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist per mail unter folgender email-Adresse möglich: Dr. Martin Ulmer, Ulmer@gedenkstaettenverbund-gna.org, telefonische Auskunft über 0174-3046043

Fritz Bauer oder die Pflicht zum Ungehorsam

Offener Workshop:
Fritz Bauer oder die Pflicht zum Ungehorsam

Vortrag und Diskussion mit Irmtrud Wojak, München
Filmvorführung „Fritz Bauer – Tod auf Raten“

Samstag, 30.9.2017, von 14:30 – 18 Uhr
im Seminarraum im Welthaus Stuttgart e.V.,
Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart

„Wir können aus der Erde keinen Himmel machen, aber jeder von uns kann etwas tun, dass sie nicht zur Hölle wird.“ (Fritz Bauer)

Der Jurist Fritz Max Bauer, selbst ein Widerstandskämpfer und Exilant, brachte als Verfolgter des Nazi-Regimes Auschwitz, die Verbrechen der Wehrmacht, NS-Justiz und NS-Medizin vor Gericht. Anfeindungen und Morddrohungen verfolgten ihn deshalb bis zum Tod.

Irmtrud Wojak, Historikerin und Autorin der Biographie „Fritz Bauer 1903-1968“ sowie Initiatorin der gemeinnützigen BUXUS STIFTUNG GmbH, die Projekte im Sinne des Anwalts und Kämpfers für die Menschenrechte fördert, spricht über Bauers Leben und Werk. Was macht Menschen stark, selbst unter extremen Bedingungen? Im Mittelpunkt des Vortrags steht Fritz Bauers Plädoyer für das Recht und die Pflicht zum Ungehorsam, das heute – 72 Jahre nach 1945 – aktueller denn je ist.

Der Dokumentarfilm „Tod auf Raten“ (Regie: Ilona Ziok, Berlin, CV-Film 2010) über das Leben Fritz Bauers und seiner Widersacher damals und heute steht im Mittelpunkt dieses Workshops. Welche Bedeutung hat Bauers Werk und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus heute?

Bitte um Anmeldung unter anmeldung@hotel-silber.de oder telefonisch bei Friederike Hartl: (0711) 2372631

Veranstalter: Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. in Zusammenarbeit mit der Initiative Lern- Und Gedenkort Hotel Silber e.V.